Kann man wirklich Süchtig nach Selbstbefriedigung werden? Die Antwort ist ganz klar. Ja, man kann. Woher ich das so genau weiß? Weil ich es war!

Ich besaß Tonnen an Pornoheftchen, Pin Up Fotos und Pornofilmen
Ja, ich war regelrecht süchtig danach. Ich musste onanieren, oft mehrmals täglich. Ich brauchte das Gefühl und ich brauchte den Orgasmus, sonst war ich nicht glücklich. Wann mein Onanieverhalten umschlug, von einer völlig normalen Selbstbefriedigung zu einer krankhaften Wichs-Sucht, kann ich so genau nicht mehr sagen. Es fing ungefähr mit knappen 20 Jahren an, und in den Griff bekam ich es erst wieder mit Mitte 20.
Am ausgeprägtesten war meine Sucht zu onanieren natürlich immer dann, wenn ich gerade nicht in einer Beziehung lebte. Dann war es wirklich ganz schlimm. Ich hatte eine riesige Pornofilm-Sammlung (an die 300 Filme!) und hunderte Pornoheftchen. Das hinderte mich aber nicht daran, mir in der Mittagspause auf der Toilette einen runter zu holen und zwar auf das nackte Mädchen von Seite 1 der Bildzeitung.
Das wurde bei mir zu einem regelrechten Ritual und meine damaligen Arbeitskollegen machten sich schon einen Jux aus meinem so regelmäßigen “Stuhlgang”.
Natürlich war das nicht die erste Selbstbefriedigung des Tages. Ich stand morgens nicht auf, ohne zuvor Hand angelegt zu haben. Neben meinem Bett lag zu diesem Zweck immer ein Stapel Pornohefte. Nach Feierabend ging es munter weiter. Kaum zu hause angekommen, ging es auf die Couch und der Pornofilm wurde angeschmissen. Da konnte es dann gut sein, dass ich gleich 2 mal hintereinander Hand anlegte. Damit war mein Verlangen aber noch immer nicht gestillt und ich schlief Abends nicht ein, ohne nochmals schnell zu wichsen.
Es gab Tage, da schmerzte mein Schwanz und manchmal schmerzten auch meine Hoden. Natürlich hatte ich Sorge, irgendwann würde meine Suchtverhalten sich gesundheitlich schädlich auswirken, aber der Drang zum wichsen war deutlich stärker.
Leider kostete mich dieser Drang auch die ein oder andere Beziehung. Ich konnte es nämlich auch dann nicht sein lassen Hand an zu legen, wenn ich in einer sexuell erfüllten Beziehung lebte. Im Gegenteil, manchmal habe ich nur drauf gewartet, endlich ins Bad verschwinden zu können und es mir selbst zu machen. Oft habe ich dabei dann an den vorherigen Sex mit meiner Partnerin gedacht und mich daran aufgegeilt.

Sie ist enttäuscht und verletzt und zweifelt an seinen Gefühlen
Höchst peinlich und beschämend war es, wenn meine Partnerin mein Verhalten irgendwann bemerkte und mich zur Rede stellte. Natürlich stritt ich es immer zuerst ab, aber Frauen sind ja bekanntlich viel zu clever für uns Männer und so wurde ich dann einfach während einer Wichsparade überrascht und bloßgestellt.
Für Frauen ist dieses Onanie Verhalten oftmals sehr verletzend. Sie fühlen sich hintergangen und betrogen und nicht selten Zweifeln sie an den Gefühlen des Mannes. Immerhin scheint Ihm der Sex mit Ihr ja nicht zu reichen oder ausreichend zu befriedigen. So kam es dann immer zu einem schnellen Ende der Beziehung, weil ich mein Verhalten trotz mehrfacher Treueschwüre nicht ändern konnte. Ich musste wichsen, ich musste einfach.
Mit Mitte 20 lernte ich dann meine jetzige Frau kennen und lieben und traf zum ersten Mal auf Verständnis für mein Problem. Auch sie erwischte mich im Bad, als ich gerade kurz davor war zu kommen und stellte mich zur Rede. Ich beichtete ihr mein Verhalten und sie sagte nur “Das kriegen wir schon hin”.
Und wir haben es hingekriegt, indem wir viel darüber gesprochen haben. Indem sie mich oft befriedigte, wenn mein Verlangen mich wieder plötzlich überkam und indem sie mir nie böse war, wenn ich mich still und heimlich mal wieder ins Bad verzog. Ganz oft hat sie mich auch mit anderen Dingen abgelenkt, wenn ich ihr sagte, dass ich gerade wieder unheimlich Lust auf Selbstbefriedigung habe. Manchmal hat sie mich einfach in den Arm genommen und wir haben träumend auf der Couch gelegen, ein anders Mal hat sie mich an die Hand genommen und wir sind raus, zum bummeln in die Stadt. Hauptsache ich war abgelenkt von meinem Drang.
Irgendwann lies der Drang dann nach und mein Verhalten normalisierte sich. Und es ist völlig normal, auch in einer Beziehung mal zu onanieren. Auch heute befriedige ich mich ab und an noch selbst, aber längst nicht mehr so häufig wie damals. Und meistens auch nur dann, wenn meine Frau keine Lust auf Sex hat. Das es mich nach dem Sex mit ihr nochmal überkommt, gehört der Vergangenheit an und das ist auch gut so.
Es gibt heutzutage Selbsthilfegruppen für Menschen, die süchtig nach Selbstbefriedigung sind. Damals, zu meiner Zeit, gab es diese Gruppen leider noch nicht. Ich kann jedem der betroffen ist nur raten, sich an so eine Selbsthilfegruppe zu wenden. Über das Thema sprechen zu können hilft.



Ein sehr guter Artikel! Es gab mal eine Zeit, da war ich auch regelrecht süchtig danach und habe mich täglich 1-2 mal selbst befriedigt. Ich weiß nicht woher dieser Drang kam, aber es war für mich völlig normal. Bei mir hat es aber in der Beziehung aufgehört, vielleicht auch weil ich zu viel Angst hatte, mich heimlich zu befriedigen. Es ist auf jeden Fall wie eine Sucht und man kann es nicht sein lassen. Schon krass.
MFG
Michael
Ob es “Sucht” ist, ist die Frage. Ich denken eher, dass es Verlangen nach Glück ist. Evtl. auch noch Geborgenheit. Wie jede “Sucht” läßt sich auch das “bekämpfen”. Sobald man einen Partner findet, der damit umgehen kann, umso eher wird mal “erlöst”. Und Sucht definier ich doch selber, oder?
Ich ornaniere auch. Zwar nicht so häufig, aber so 3-4 mal die Woche neben dem partnerschaftlichem Sex. Bei mir liegt es daran, dass ich bestimmte sexuelle Fantasien habe. Diese hatte ich meiner Partnerin nicht mitgeteilt. Und wegen diesem “verbotenem” Gefühl, wurde es wahrscheinlich zur “Sucht”. Nachdem ich mit meiner Partnerin darüber geredet habe, ist zum einen mein Verlangen danach massiv geschrumpft, zum anderen ist ornanieren nicht mehr wichtig.
Also erfüll dir deinen “Traum” oder rede mit dem Partner, sind da wohl die richtigeren Ansätze. Eine Selbsthilfegruppe kann man ja immer noch aufsuchen.
Denn welchen Sinn macht es, wenn ich es nicht zuerst mit meinem Partner bespreche?
Wirklich interessanter Artikel. Das Selbstbefriedigung zur Sucht werden kann ist ja wissenschaftlich belegt. Bei mir selbst gab es auch eine Zeit in der ich regelmäßig (täglicht) mich bei jeder erotischen Stimulation befriedigt habe. Zum Glück war es bei mir nicht zwanghaft, sonder eher die Gewohnheit es zu tun.
Ich wichse auch fiel aber ich liebe es meinen wichssüchtigen notgeilen Schwanz dauernt zu wichsen. Ich lebe um zu wichsen und wichse um zu leben!!!