Orgasmus

Orgasmus Probleme – wenn Frau einfach nicht kommt

Bleibt der Orgasmus dauerhaft aus, ist die Enttäuschung groß.

Bleibt der Orgasmus dauerhaft aus, ist die Enttäuschung groß.

Exakte Zahlen kennt wohl niemand und so wird man nie genau erfahren, wie viele Frauen wirklich unter Orgasmusstörungen leiden. Nach neusten Studien sind rund 20 bis 30 Prozent der sexuell aktiven Frauen betroffen und erreichen beim Sex nicht den Höhepunkt.

Lediglich rund 20 bis 35 Prozent der sexuelle aktiven Frauen kommen durch den eigentlich Geschlechtsakt (durch das Eindringen des Penis in die Vagina) zum Höhepunkt. Ein großer Teil der Frauen kommt lediglich durch Selbstbefriedigung zum Orgasmus.

Diese Zahlen sind in der Tat erstaunlich und basieren auf amerikanischen sowie auf deutschen Studien. Während der Orgasmus beim Mann nahezu der Regelfall ist, scheint er vielen Frauen gänzlich verwehrt zu bleiben. Besonders bemerkenswert dürfte hierbei die Tatsache sein, dass Orgasmusstörungen bei Frauen selten körperliche Ursachen haben.

Nicht bei jeder Frau, die nicht zum Höhepunkt gelangt, spricht man direkt von einer Orgasmusstörung. Erst wenn bei sexueller Erregung und bei einer ungestörten Erregungsphase der Höhepunkt nicht erreicht wird, wird von einer Orgasmusstörung gesprochen.

Verschiedenen Arten von Orgasmustörungen

Kann trotz sexueller Erregung kein Orgasmus erreicht werden, spricht man von Anorgasmie. Diese lässt sich bei Frauen in 3 Stufen unterteilen:

  • Primäre Anorgasmie, wenn die Frau noch niemals einen Orgasmus hatte.
  • Sekundäre Anorgasmie, wenn die Frau bereits früher Orgasmen hatte, nun jedoch nicht mehr zum Orgasmus kommt.
  • Situative Anorgasmie, wenn Frau einen Orgasmus ausschließlich in bestimmten (meist völlig stressfreien) Situationen erlangt.

Zusätzlich gibt es noch die so genannte koitale Orgasmusstörung, bei der Frauen ausschließlich durch Selbstbefriedigung zum Höhepunkt gelangen, während sie zusammen mit einem Partner keinen Orgasmus bekommen.

Der Mann, die Ursache des Problems?

Wenn tatsächlich so viele Frauen beim Sex keinen Orgasmus bekommen, muss man sich natürlich fragen, ob hier nicht auch der männliche Partner eine entscheidende Rolle spielt. Und in der Tat ist es ja kein Geheimnis, dass Mann und Frau häufig unterschiedliche Vorstellungen von Sex haben.

Und so geht es vielen Frauen beim Sex einfach viel zu schnell. Es fehlt häufig an einem zärtlichen Vorspiel und der richtigen Portion Streicheleinheiten. Vielen Frauen geht es häufig einfach auch ein wenig zu grob zur Sache und oftmals scheinen die Männern nicht zu wissen, welche Stellen besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Und so fällt es vielen Frauen schwer, sich komplett zu entspannen und in die richtig erregende Stimmung zu kommen. Erschwerend kommt dann sicherlich noch hinzu, dass Mann beim Liebesakt weitaus weniger Zeit benötigt, um zum Orgasmus zu kommen.

Wenn Stress zum Orgasmus Killer wird

Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, mit immer härter werdenden beruflichen Anforderungen, spielt Stress eine große Rolle. Sex ist auch und in erster Linie Kopfsache und gerade Frauen können den Faktor Stress nicht so einfach verdrängen, wenn es um den Sex geht. Männer haben hier deutlich weniger Probleme und nutzen sogar häufig den Sex zum Stressabbau.

Und so spielen psychische Gründen häufig eine Rolle, wenn Frau Schwierigkeiten mit dem Orgasmus hat. Beruflicher Ärger, Stress mit dem Partner oder Belastung durch Kinder, können sich negativ auf das Sexualleben auswirken. Häufig kommt es dann, bedingt durch den allzu großen Stress, zu regelrechten Blockaden und an einen Höhepunkt ist nicht zu denken.

Auch körperliche Gründe können den Höhepunkt verhindern

Durch neuste Studien wurde festgestellt, dass geringe Mengen des männlichen Hormons Testosteron Auswirkungen auf das weibliche Lustempfinden haben. Liegt ein Mangel an Testosteron vor, kann dieses zu Orgasmusstörungen führen. Auch Schmerzen beim Sex (sei es durch eine zu enge oder zu trockene Vagina oder einem zu großen Penis) wirken sich negativ aus und können den Höhepunkt verhindern.

Was kann Mann tun, um zu helfen?

Zunächst einmal Verständnis entwickeln und bei der Suche nach den Ursachen unterstützend tätig werden. Können körperliche Ursachen ausgeschlossen werden, sollte man möglichst jegliche störende Streßfaktoren beseitigen.

Und natürlich sollte man(n) sich mehr Zeit für den Sex nehmen. Ein zärtliches Vorspiel hat noch niemanden umgebracht und Streicheleinheiten bewirken wahre Wunder. Und bei Unsicherheiten hilft es immer, die Frau zu fragen, an welchen Stellen sie Berührungen besonders mag und erregend findet. Es wird sich lohnen.


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