Penis & Potenz

Frühzeitige Ejakulation und was man(n) dagegen tun kann

Zu großer Druck und Streß könnte als Ursache für Ejakulations-Probleme in Frage kommen.

Zu großer Druck und Streß könnte als Ursache für Ejakulations-Probleme in Frage kommen.


Ejaculatio Praecox ist die genaue lateinisch Bezeichnung für eine sexuelle Störung, die vielen Männern das (Sex)Leben schon schwer gemacht hat und immer noch schwer macht. Die frühzeitige Ejakulation ist ein Problem, welches sich durch so ziemlich jede Altersklasse zieht und nicht nur bei Jünglingen auftaucht.

Und für viele Männer ist der frühzeitige Samenerguss sogar ein echter Lustkiller, der das eigene Selbstvertrauen auf ein Minimum sinken lässt. Was tun? sprach Zeus. Muss man(n) damit leben?

Bevor wir uns damit beschäftigen, was Mann gegen eine frühzeitige Ejakulation tun kann, wollen wir sie uns kurz etwas genauer anschauen. Eingeordnet wird die frühzeitige Ejakulation als eine sexuelle Funktionsstörung des Mannes, deren Ursachen noch nicht vollends geklärt wurden.

So gibt es zum Beispiel die Annahme, dass als Ursache eine ängstliche Anspannung beim Geschlechtsverkehr zur frühzeitigen Ejakulation führen kann oder negative Erfahrung mit früheren Sexpartnern. Wie immer wird auch enormer Stress (in der Beziehung oder im Arbeitsleben) als eine mögliche Ursache angeführt.

Was auch immer letztlich als Ursache in Frage kommt, wichtig ist die Tatsache, dass es zu einer frühzeitigen Ejakulation kommt und das diese den Spaß am Sex ziemlich verderben kann. Lösungen müssen also her und die gibt es sogar.

Squeeze-Methode nach Masters und Johnson

Die Squeeze-Methode ist genau genommen eine Quetsch-Methode und hört sich nur im ersten Augenblick gefährlich an. Es wird zwar gequetscht, aber mit größtmöglicher Sorgfalt, sodass glücklicherweise keine Gefahr für das beste Stück des Mannes besteht. Worum geht es hierbei genau?

Im Prinzip ist das ganz einfach erklärt. Bei der Squeeze-Methode wird der Schwanz zunächst stimuliert bis eine Erektion eintritt. Nun wird der Schwanz so lange zärtlich bearbeitet, bis das Gefühl der baldigen Ejakulation auftritt.

Anstatt die Ejakulation nun zuzulassen, wird die Eichel bzw. der gesamte Schwanz sanft zusammen gequetscht, bis das Gefühl der Ejakulation verschwunden ist. Nun beginnt erneut die Stimulation des Schwanzes, bis wieder das Gefühl der Ejakulation eintritt und der Vorgang des Quetschen wird erneut wiederholt.

Insgesamt wird empfohlen, diesen Vorgang bis zu 20 Minuten anzuwenden, um somit nach und nach eine bessere Kontrolle über die Ejakulation zu erhalten. Mann kann das selbstverständlich selbst ausüben, schöner ist es aber sicherlich, wenn die Partnerin oder der Partner dabei behilflich ist.

Bei der Squeeze-Methode bleibt es im übrigen nicht ausschließlich bei der “Handarbeit” und es wird empfohlen, den Vorgang nach einer Weile (sobald man das Gefühl einer besseren Ejakulations-Kontrolle hat) in Richtung Geschlechtsverkehr zu erweitern. Hierbei soll der erigierte Schwanz zunächst passiv in die Vagina eingeführt werden (indem die Frau sich z.b. über den Mann hockt) um zu sehen, ob schon diese passive Stellung ein Ejakulations-Gefühl auslöst. Sollte dies der Fall sein, wird rechtzeitig wieder die “Quetschtechnik” angewandt.

Hat Mann nach einer Weile das passive Eindringen unter Kontrolle, können aktive Bewegungen gestartet werden, um sich auch hier nach einer Weile mithilfe der Quetschtechnik an einer Ejakulations-Kontrolle heran zu arbeiten.

Wie man sehen kann, braucht man(n) bei der Squeeze-Methode vor allen Dingen Geduld, um im Laufe der Zeit seine Ejakulation besser kontrollieren zu können.

Die Start-Stop-Methode nach Masters und Johnson

Auch bei der Start-Stop-Methode soll durch gezielte Übung eine bessere Ejakulations-Kontrolle erreicht werden. Hierbei ist zunächst geplant, dass der Mann die Übung alleine durchführt, um evtl. Erfolgsdruck gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Bei der Start-Stop-Methode masturbiert der Mann bis kurz vor der Ejakulation und stoppt dann umgehend. Nun wartet er, bis die Erregung deutlich abgenommen hat und startet erneut mit seiner Masturbation, um wieder kurz vor der Ejakulation zu stoppen. Dieser Vorgang soll ca. 15 Minuten wiederholt angewendet werden, um langfristig eine bessere Kontrolle zu erreichen.

Hat sich durch diese Übung nach einer Weile eine bessere Ejakulations-Kontrolle eingestellt, kann die Start-Stop-Methode auch beim Geschlechtsverkehr angewendet werden. Hierbei ist wichtig, deutlich abzustoppen, sobald beim Geschlechtsverkehr das Ejakulations-Gefühl eintritt und zunächst ein Abklingen der Erregung abzuwarten, bevor es dann wieder losgehen darf.

Beide Methoden bieten eine gute Möglichkeit, erfolgreich gegen die frühzeitige Ejakulation anzukämpfen. Sie erfordern lediglich Geduld und Durchhaltevermögen und das sollte mit der Aussicht auf Belohnung durch ein schöneres Sexleben eigentlich locker aufgebracht werden.


Kommentare zum Artikel

Ein Kommentar “Frühzeitige Ejakulation und was man(n) dagegen tun kann”

  1. Hoffnung für zu-früh-kommer | Ratgeber-Sex.com schrieb am April 20, 2009, 22:49

    [...] in der Tat ein schwerwiegendes Problem (siehe auch unseren Beitrag zum gleichen Thema “Frühzeitige Ejakulation und was man(n) dagegen tun kann“) und nicht wenige Männer werden dem Tag entgegen fiebern, an dem das Spray auf dem [...]

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